Wärmekonzept mit Holzvergaser

Nachhaltige Produktion im Sägewerk Zipfel

Traditionsreiche Vergangenheit

Im Sägewerk Zipfel im Luftkurort Eisenbach im Hochschwarzwald wird seit 1842 Holz verarbeitet. Seit 1995 führt nun Andreas Zipfel den ge-schichtsträchtigen Familienbetrieb. Die Produkte und der Lieferumfang reichen von der Holztrocknung über Schnitthölzer aller Art, Konstruktionsvollholz, umweltschonende Imprägnierung bis hin zu Hobelware. Durch permanente Modernisierungen und Erweiterungen des Maschinenparks möchte das Sägewerk stets individuell und flexibel auf die Kundenwünsche eingehen. Aktuell gibt es nur eine Trocknungskammer, da bisher das passende Wärmekonzept für eine weitere, eigentlich notwendige Holztrocknung gefehlt hat - mit dem vorhandenen Heizkessel stößt man bereits an die Grenzen.

Konzept Holzvergaser

Von der Firma Burkhardt ließ sich Zipfel überzeugen, auf das Konzept Holzvergaser zu setzen. Zu dem Zeitpunkt war die Planung, welche Trockenkammer zum Einsatz kommen sollte, bereits abgeschlossen. Mit einem Pellets-Holzvergaser des Typs V3.90, sowie einem BHKW ECO 180 HG wird zukünftig die nötige Wärme für die Holztrocknung erzeugt. Neben der thermischen Leistung von 270 kW werden gleichzeitig auch 180 kW elektrisch für die Netzeinspeisung produziert. Für die beiden Anlagenmodule wurde eigens eine neue Energiezentrale mit daran angrenzenden Pelletsbunker und Becherelevator errichtet. Das Gebäude wurde dabei so konzipiert, dass ein zweiter Holzvergaser im Zuge zukünftiger Erweiterungen aufgestellt werden kann. Das BHKW ist in einer eigenen Burkhardt Betonraumzelle nebenan untergebracht. Zum Ausgleich von Abnahmeschwankungen wurde zudem ein 50 m³-Pufferspeicher im Außenbereich aufgestellt.

Energiereiches Holzgas

Die Burkhardt Holzvergasung wird der autothermen Vergasung zugeordnet, benötigt also keine externe Wärmequelle für den Prozess. Bei der Vergasung werden etwa 110 kg Pellets pro Stunde in ein brennbares Gas umgewandelt, das anschließend im Motor verbrannt wird. Der Vorteil des Burkhardt Verfahrens liegt in der gleichmäßigen Gasbildung sowie in der Reinheit des Gases. Teerhaltige Substanzen werden durch die homogenen Reaktionsbedingungen und lange Verweildauer bei hohen Temperaturen nahezu vollständig zersetzt. Es können somit Laufzeiten von über 7500 h/a unter Vollast garantiert werden.

Neue Engergiezentrale mit Burkhardt HolzvergaserAußenansicht des Sägewerks ZipfelTrockenkammer im Sägewerk Zipfel

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